TREIBHAUSGASE: DIE SITUATION

Während Deutschland und andere EU Staaten ihre Emissionen deutlich verringern konnten, z.B. Deutschland seit 1990 mit 1.042 Mio t auf 789 Mio t in 2009 (Quelle: Umweltbundesamt), steigt weltweit der CO2 Ausstoß nahezu ungebremst. Im Zeitraum 2009 auf 2010 betrug der Zuwachs weltweit knapp 6 % (Quelle: Die Zeit, 04.11.2011).

Die Anreicherung in der Atmosphäre ist, wie die sog. Keeling Curve belegt von 1960 mit ca. 300 ppmv um 100 ppmv auf ca. 400 ppmv in 2010 gestiegen.

Die Ansätze sind klar: CO2 (Treibhausgas) Vermeidung und Verminderung des Treibhausgas-Gehaltes in der Luft sind die Mittel der Wahl.


TREIBHAUSGASKOMPENSATION UND -VERMEIDUNG: C-SEQUESTRATION

Feldholzplantagen sind CO2 Speicher und CO2 Senken. Feldholz hat zwei CO2 Speicherkomponenten (mehr).

Stecklinge werden gepflanzt, und wachsen zu Bäumen. Dazu benötigen sie CO2 aus der Luft und lagern Kohlenstoff ein. Der Zuwachs an der Biomasse Holz beträgt im Durchschnitt 10 – 12 t/atro/a (Quelle: Bemmann,A.: in Agrowood, Pertl, l.: in AFZ 2/2012), bei guten Standorten kann es auch doppelt so viel sein, bei schlechten Standorten weniger.

D.h., je Tonne Biomasse/atro werden 500 kg Kohlenstoff gebildet, die Pflanze entnimmt dazu aus der Luft ca. 1,84 t/CO2/a. Es wird also bei den angegebenen Mengen bis zu 36,8 t/C02/ha/a gebunden. Nach der Mahd beginnt dieser oberirdische Prozess aufs Neue.

Im Erdreich bilden sich Wurzelwerk, werden Blätter umgewandelt in Humus. Diese Speicherkomponente bindet CO 2 auf Dauer, jedenfalls so lange, solange der Boden nicht umgebrochen wird. Die Speichermenge ist divergierend, in der wiss. Literatur (Hüttl, R.F. et al: Cottbus 2008) werden z.B. 1,3 tC/ha/a, also umgerechnet ca. 4,77 t/CO2/ha/a genannt.

Über die Laufzeit einer KUP von ca 25 Jahren werden also im Boden bis zu 119 t/Co2/ha/a gebunden. KUP sind also CO 2 Speicher und haben zugleich CO 2 Senkenwirkung.


CO2-VERMEIDUNG

Richtig ist, dass durch die Mahd bei energetischer Verwendung das gebundene CO2 wieder freigesetzt wird, gleichzeitig aber der Bindungsprozeß aufs Neue einsetzt und bis zur nächsten Mahd die gleiche oberirdische CO 2- Menge wieder gebunden wird. Deshalb spricht man von der CO2 Neutralität des Rohstoffes Holz.

Durch den Holzeinsatz als Substitut für fossile Energieträger wird kein neues CO 2 freigesetzt. Das zeigt das Beispiel in Köhl, M., Frühwald, A. et al.: vTI Sonderheft 327/2009 deutlich: Mit einem Kubikmeter Holz, der rd 1 Tonne CO 2 enthält, kann man 2.500 kWh Energie erzeugen. Für die gleiche Menge Energie benötigt man „nur“ 250 Liter Erdöl. Es werden damit „nur“ 750 kg CO2, also 250 kg weniger als bei Holz freigesetzt. Aber: das Holz hat vorher aus der Luft das CO 2 entnommen, während durch die Verwendung von Erdöl zusätzlich 750 kg CO2 in die Luft geblasen werden. Und wird der Vorgang der Energieerzeugung von im Beispiel 2.500 kWh wiederholt, wird jedes Mal die Atmosphäre bei Nutzung von Erdöl um zusätzlich 750 kg CO2 belastet. Durch die Verwendung von Holz hingegen wird also eine weitere CO 2 Belastung vermieden.

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